Herzlich willkommen auf der

Ernährungsberatungs-Webseite von Dr. rer. nat. Ralf Greve!

Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich.

    - Prof. Dr. Werner Kollath

Es ist ein tragisches Kapitel menschlicher Geschichte,
dass der Mensch sich soweit hat beeinflussen lassen,
dass er der Nahrung um so mehr traut,
je unnatürlicher und künstlicher sie ist,
und dass er sich das Misstrauen zu allen Lebensmitteln,
wie die Natur sie uns beschert, so fest hat einpflanzen lassen,
dass er eher zugrunde geht, als diese Haltung aufzugeben.

    - Dr. Max Otto Bruker

Auf dieser Seite finden Sie in Frage-und-Antwort-Form Informationen zu den Themen Grundlagen der Ernährungslehre, Zivilisationskost, ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten und vitalstoffreiche Vollwertkost. Diese Informationen basieren wesentlich auf den umfangreichen Forschungen und praktischen Erfahrungen des Arztes Dr. Max Otto Bruker, dem Anfang 2001 leider verstorbenen deutschen "Vollwert-Papst" aus Lahnstein. Ich habe mich dabei bemüht, neben der selbstverständlichen Wissenschaftlichkeit (d.h., Belegbarbeit der Aussagen) nicht in komplizierten Details verloren zu gehen, sondern nur die wirklich wichtigen Aspekte darzustellen. 

Zu meiner Person.


Was ist überhaupt Ernährungsberatung?

Die herkömmliche Zivilisationskost, also die Kostform, die von den allermeisten Menschen in den westlichen Industriestaaten (und auch zunehmend in der übrigen Welt) gegessen wird, ist ursächlich verantwortlich für eine Vielzahl von schweren chronischen Erkrankungen. Hier setzt Ernährungsberatung an, um diese Zusammenhänge zu vermitteln und Auswege aufzuzeigen.

Auf dieser Seite ist das Wichtigste zum Thema Ernährung in Kurzform zusammengestellt. Für eine weiter gehende, individuelle Fernberatung per E-Mail können Sie mich unter der im Impressum angegebenen Adresse erreichen. Persönliche Beratungen werden z.B. von der Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) vermittelt. Ich möchte auch auf die Buchtipps unten verweisen.

Woraus ist Nahrung generell zusammengesetzt?

Zwei Gruppen von Bestandteilen sind zu unterscheiden: Die eigentlichen Nährstoffe (Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate) werden vom Organismus zur Energiegewinnung und zum Aufbau körpereigener Stoffe benötigt. Die Vitalstoffe haben keinen eigenen Nährwert, sind aber für das reibungslose Funktionieren der im Organismus ablaufenden chemischen Prozesse zur Verwertung der Nährstoffe (auch als Stoffwechsel bezeichnet) notwendig.

Welche Vitalstoffe gibt es?

Es lassen sich sieben Stoffgruppen unterscheiden:

Die letzten drei Gruppen werden zuweilen auch als "sekundäre Pflanzenstoffe" zusammengefasst. Die einzelnen Stoffe sind im übrigen längst nicht alle bekannt. Das zeigt schon schon daran, dass ständig neue Vitalstoffe entdeckt werden. Wahrscheinlich gibt es Zehntausende oder Hunderttausende von einzelnen Vitalstoffen. Es ist somit völlig aussichtslos, die Vitalstoffe in Form von Präparaten zuführen zu wollen. Auch die besten Präparate können nur einen kleinen Teil dieses Spektrums abdecken.

Was zeichnet die herkömmliche Zivilisationskost aus?

Die Zivilisationskost besteht zum großen Teil aus nicht mehr naturbelassenen, sondern durch chemisch-technische Prozesse veränderten ("denaturierten") Nahrungsmitteln. Dies führt insbesondere dazu, dass die häufig empfindlichen Vitalstoffe teilweise oder vollständig zerstört werden. Es besteht also ein Überangebot an Nährstoffen bei gleichzeitigem Mangel an Vitalstoffen. Als Folge davon können die komplexen chemischen Prozesse (Stoffwechselprozesse) im Organismus, welche für die Verwertung der Nährstoffe erforderlich sind, nicht richtig ablaufen, was zwangsläufig zu Krankheiten führt.

Was sind ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten?

Diejenigen Erkrankungen, die maßgeblich durch die vitalstoffarme Zivilisationskost hervorgerufen werden:

Welche anderen Hauptursachen für chronische Erkrankungen gibt es?

Selbstverständlich können Krankheiten auch lebensbedingt sein, also ihre Ursache in ungünstigen Lebensverhältnissen wie z.B. einer unglücklichen Ehe/Partnerbeziehung, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, allgemeiner Überforderung oder zu wenig Bewegung haben. Derartige Erkrankungen äußern sich typischerweise in funktionellen Beschwerden wie Schlafstörungen, Abgespanntheit, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Magenproblemen. Weiterhin gibt es umweltbedingte Krankheiten, die durch die Belastung von Luft, Wasser und Boden mit Giftstoffen, Radioaktivität und Elektrosmog ("toxische Gesamtsituation") hervorgerufen werden. Dies spielt eine große Rolle bei Krebserkrankungen.

Wie lassen sich ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten vermeiden?

Nach dem oben Gesagten ist klar, dass zur Vermeidung ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten eine Kostform nötig ist, die Nährstoffe und Vitalstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis liefert, was durch möglichst weit gehende Naturbelassenheit der Lebensmittel gewährleistet wird. Eine derartige Kostform wird als vitalstoffreiche Vollwertkost bezeichnet.

Wie funktioniert die vitalstoffreiche Vollwertkost in der Praxis?

Eine solche moderne Vollwerternährung kann ganz einfach durchgeführt werden. Dabei sollen vier Dinge täglich genossen werden:

Diese vier Dinge sind zu meiden: Alles Übrige kann genossen werden. Die unerhitzten Lebensmittel (Frischkost, Frischkorn-Müsli) sollten zusammen mindestens ein Drittel der gesamten Nahrung ausmachen. Je größer deren Anteil ist, desto besser! Es ist sinnvoll, Fleisch (hierzu zählt auch Wurst) und Fisch auf insgesamt 2-3 mal pro Woche zu beschränken, um eine übergroße Zufuhr von tierischem Eiweiß zu vermeiden. Notwendig ist der Genuss von Fleisch und Fisch aber keinesfalls, eine rein vegetarische Kost ist selbstverständlich auch möglich. Generell sind Produkte aus ökologischem Landbau zu bevorzugen. Zu konkreten Rezepten siehe die Büchertipps unten.

Die vitalstoffreiche Vollwertkost stellt die Versorgung mit allen notwendigen Nähr- und Vitalstoffen sicher. Es ist dabei also absolut unnötig, sich im Detail um vermeintliche Probleme wie ausreichende Versorgung mit Eiweiß, Eisen, Calcium oder speziellen Vitaminen (z.B. B12), Vermeidung von Fett oder Cholesterin usw. zu sorgen.

Einen ausführlichen Überblick über die biologische Wertigkeit der verschiedenen Lebens- und Nahrungsmittel gibt die Kollath-Tabelle.

Wird die vitalstoffreiche Vollwertkost auch gut vertragen?

Man hört häufig, dass sich beim Genuss von Frischkost, Vollkornbrot oder Frischkorn-Müsli Beschwerden in Form von Blähungen, Kollern im Bauchraum, Übelkeit, Durchfall usw. einstellen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass solche Beschwerden dann auftreten, wenn gleichzeitig Fabrikzucker, Säfte, gekochtes Obst, Kaffee oder schwarzer/grüner Tee konsumiert werden. Eine halbherzig durchgeführte Vollwertkost kann also im wahrsten Sinne des Wortes "in die Hose gehen". Es ist daher vor allem bei der Umstellung von herkömmlicher Zivilisationskost auf vitalstoffreiche Vollwertkost unbedingt notwendig, diese Störenfriede zumindest für 2-3 Wochen strikt zu meiden. Wenn das gegeben ist, wird die vitalstoffreiche Vollwertkost problemlos vertragen. Allenfalls können in den ersten Tagen nach einer Umstellung ein paar Blähungen auftreten, die aber schnell verschwinden, sobald sich die Darmflora auf die neuen Gegebenheiten eingestellt hat.

Wie steht es mit dem Trinken?

Das beste Getränk ist ganz einfach Wasser, also Mineralwasser oder auch gutes Leitungswasser. Ansonsten sind Früchtetees, Kräutertees, Rooibos- (Rotbusch-) Tee und Getreidekaffee empfehlenswert, am besten ungesüßt, oder aber mit etwas Honig. Bohnenkaffee, schwarzer und grüner Tee zählen wegen ihres Koffeingehalts zu den Genussgiften.

Was die Trinkmenge angeht: Der eigene Durst ist der beste Ratgeber! Der Organismus weiß selbst am besten, wieviel Flüssigkeit er benötigt, und macht das durch ein entsprechendes Durstgefühl deutlich. Die häufig geäußerte Empfehlung, auch gegen das eigene Empfinden jeden Tag 2-3 Liter Flüssigkeit zu trinken, ist unsinnig.

Ist der Konsum von Genussgiften mit der vitalstoffreichen Vollwertkost verträglich?

Zu den Genussgiften zählen (neben den illegalen Drogen) im wesentlichen Alkohol, Tabak, Bohnenkaffee, schwarzer und grüner Tee. Es ist fast überflüssig zu sagen, dass regelmäßiger Konsum von Genussgiften einer gesunden Lebensweise absolut entgegensteht und daher unbedingt vermieden werden sollte. Es können auch Unverträglichkeiten ähnlich wie bei Säften und gekochtem Obst auftreten. Wenn jedoch gelegentlich eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wein getrunken wird, ist das zwar auch nicht gesund, kann aber in der Regel von einem Organismus in guter Grundverfassung toleriert werden.

Was ist zu tun, wenn schon eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit vorliegt?

Natürlich muss auf jeden Fall die Ursache beseitigt, d.h., eine Kostumstellung auf vitalstoffreiche Vollwertkost vorgenommen werden. Dabei sind unter Umständen (je nach Krankheit) über die obigen allgemein gültigen Empfehlungen hinaus Besonderheiten zu beachten, die in einer individuellen Beratung geklärt werden sollten. Therapeutisch eignen sich speziell naturheilkundliche Verfahren wie Homöopathie, Akupunktur oder Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) unter Anleitung eines darin erfahrenen Arztes oder Heilpraktikers.

Büchertipps:

Weiter führende Links:


[Impressum]

Ralf Greve, 2014-06-06
E-Mail: > Impressum